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Absturzsicherung & Höhensicherung

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Bei persönlicher Absturzsicherung beginnt die Auswahl mit dem vorgesehenen System: Soll es verhindern, dass du eine Absturzkante erreichst, oder einen möglichen Sturz auffangen? Ein Gurt und ein langes Verbindungsmittel beantworten diese Frage noch nicht. Grundlage ist das Schutzkonzept für Zugang, Arbeit und Rettung am konkreten Arbeitsplatz.

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Rückhalten und Auffangen verlangen andere Voraussetzungen

Aufgabe Entscheidender Unterschied Folge für die Auswahl
Rückhalten Der erreichbare Bewegungsbereich endet vor jeder relevanten Absturzkante. Die geplante Verbindung darf den Zugang zur Kante auch auf den vorgesehenen Arbeitswegen nicht zulassen.
Auffangen Ein freier Fall ist möglich; das System muss ihn auffangen und benötigt Freiraum. Gurt, Verbindung, Anschlagpunkt und erforderlichen freien Raum als vollständiges System auslegen lassen.
Vorhandenes Teil ergänzen Passender Karabiner allein belegt keine Systemkompatibilität. Nur eine für die gemeinsame Verwendung dokumentierte Ergänzung auswählen.

So wird daraus eine Auswahl

Beispiel: Ein Wartungspunkt lässt sich mit dem geplanten Rückhaltesystem erreichen, ohne an die Dachkante zu gelangen. Ein längeres Verbindungsmittel würde zusätzlich die Kante erreichbar machen. Es ist deshalb keine gleichwertige Komfortoption, sondern verändert die Sicherungsaufgabe. Reicht der Bewegungsbereich nicht aus, muss die Systemplanung neu geprüft werden.

Ein Haltegurt ist kein Auffanggurt. Für ein Auffangsystem müssen der benötigte Freiraum nach Herstellerangabe und eine durchführbare Rettung feststehen. Auswahl und Benutzung setzen fachkundige Planung sowie Unterweisung mit Übungen voraus; der Kategorienvergleich ersetzt diese nicht.

Fachliche Grundlage: DGUV Regel 112-198: Auswahl von Absturzschutzsystemen.

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